Die Musik bleibt

Da fragt einer den anderen, der fragt wieder einen anderen und der noch einen – am Ende war es dann ein ganzer Chor, der vor 40 Jahren zum ersten Mal in unserer Gemeinde auftrat: Unser Kirchenchor.

Jetzt neigt sich das Jubiläumsjahr dem Ende zu und Elisabeth Pedall, eine der Gründerinnen dieses Chors, erinnert sich an die Anfänge damals. Pfarrer Fellner war es, der einen nach dem anderen ansprach und zum Singen brachte, plaudert Elisabeth Pedall, während sie in den wenigen Fotos kramt, die aus den Vorjahren überhaupt existieren. Viele sind es nicht. Und die wenigen, die es gibt, sind keine 40 Jahre alt. Sondern zehn, 15 Jahre. Sie zeigen vergangene Jubiläumsfeiern. „Ich weiß gar nicht, warum wir so wenig fotografiert haben“, sinniert Elisabeth Pedall. Wenn es auch die Bilder nicht tun, die Erinnerungen reichen in die Anfänge zurück: Schwierig sei es gewesen, weil Pfarrer Fellner so hohe Ansprüche gestellt habe. „Er hat die Lieder vorgegeben, wir mussten singen, auch wenn wir es nicht recht konnten. Aber wir haben es lernen müssen. Der Pfarrer hat uns gedrillt und gedrillt und irgendwann konnten wir es dann. Aber diese Schmerzen!“

Nach dem Weggang von Pfarrer Fellner war es dessen Nachfolger, der die Chorleitung übernahm, Pfarrer Martin Eyring. Der wiederum hatte den Posten dann relativ schnell Resi Birner übertragen, die den Chor heute noch leitet. Elisabeth Pedall singt in der Altstimme. Manchmal auch Tenor – denn Männer gibt es im Chor seit einiger Zeit keine mehr. Noten lesen hat Elisabeth Pedall nie gelernt, erzählt sie lachend, „die Stimme muss ins Ohr gehen, dann kann ich es“.

40 Jahre - eine lange Zeit. Lediglich während der Pandemie mussten die Sängerinnen pausieren. Doch in den anderen Jahren wurde Woche für Woche, wenige Ferienzeiten ausgenommen, gesungen, geprobt, probiert, verworfen, gequatscht, gelacht, es wurden Freundschaften geknüpft. „Das ist wie Familie bei uns, wir halten zusammen.“