Nach einer Busfahrt mit Weidenberg und Bayreuth kamen wir am Freitagnachmittag auf der Burg an. Dort wurden wir mit Schokoküssen empfangen und durften dann unsere Zimmer beziehen, wobei auch die Türschlösser der Toiletten geprüft wurden, was zu einem unbeabsichtigten eingesperrt sein führte.
Als das erledigt war, gab es auch schon Abendessen. Dabei erklärte uns ein Mitarbeiter namens Hannes, dass wir bitte pünktlich sein sollten und pro Minute zu spät kommen 10 Liegestütze machen müssten, was ihm bei den Konfis den Spitznamen „Liegestützen-Hannes“ einbrachte.
Nach einer weiteren Pause, um auszupacken und die Burg zu erkunden startete das Programm mit dem Eröffnungsabend. Dort wurden das KonfiCastle und seine Regeln erklärt, sowie ein virtueller Rundgang durch die Burg gemacht, bei dem alle wichtigen Orte gezeigt wurden. Unter anderem auch die Automaten, an denen unsere Konfis die von ihnen benannte Eulen-Cola entdeckt haben, die wohl eine nicht zu unterschätzende Menge Koffein beinhaltet. Diese Erklärungen wurden zwischendrin immer wieder durch Lieder der Band unterbrochen, die auch von unseren Konfis befürwortet wurden und vielleicht auch einen Platz in unseren Langschläfergottesdiensten verdienen.
Nach einer kurzen Besprechung innerhalb der Gemeinden (Hat jeder was er braucht? Wurde nichts vergessen? – zum Beispiel eine Zahnbürste), bei der sich herausstellte, dass die Salami, die Tim mitgebracht hatte wohl sehr gut schmeckte, ging es für alle in die VIP-Area. Dort gab es alkoholfreie Cocktails, eine Kleinigkeit zu essen und eine Fotowand. Zum Abschluss des Tages fanden sich die einzelnen Gemeinden zum Abendgebet zusammen. Dabei durften die Konfis aufschreiben, was sie Gott schon immer mal fragen wollten.
Am Samstagmorgen wurden alle um 8 mit Musik über die Lautsprecher geweckt, damit man eine halbe Stunde später pünktlich zum Frühstück kommen kann. Als das Frühstück beendet war, gab es mit dem Start in den Tag noch einmal etwas Zeit für die eigene Gemeinde. Dabei wurde über das Gleichnis vom Sämann gesprochen, das man, wie sich herausstellte, auf sehr unterschiedliche Arten interpretieren kann.
Da die Organisatoren das tägliche Treppensteigen zu unserem Gruppenraum wohl noch nicht sportlich genug fanden, wurden die Gemeinden in den Sportangeboten wieder gemischt. Dabei war die Auswahl sehr groß und bestimmt für jeden etwas dabei. Von Volleyball und Fußball über ein HIT-Workout bis zu einem Spaziergang mit Hunden wurde alles geboten.
Jetzt, da alle Konfis ausgepowert waren, gab es mit der PowerHour wieder einen ruhigeren Programmpunkt. Hier wurden von verschiedenen Mitarbeiten die Fragen aus dem Abendgebet am Freitag soweit wie möglich beantwortet. Zwischendrin immer wieder mit Liedern aufgelockert.
Nach dem Mittagessen und der Nachmittagspause ging es weiter mit Workshops. Auch hier war das Angebot nicht klein. Unsere Konfirmanden entschieden sich für Mosaikkreuze basteln, den Escape-Room und am Sonntag für Taschen bemalen. Aber auch Workshops wie Werwolf oder Kosmetika selber herstellen waren dabei.
Nach diesen doch recht unterschiedlichen Programmen fanden sich wieder alle 120 Teilnehmer für das Burgspiel zusammen. Dazu mussten sie sich in Gruppen aus jeweils zehn Personen zusammenfinden und einen Mord aufklären, indem sie verschiedene Aufgaben lösten. Doch es gab auch einige Hindernisse, denn manche Mitarbeiter hatten die Rolle der Zeiträuber zugeteilt bekommen. Falls die Gruppe sich nicht auf irgendeine Art berühren sollte, durften diese ihnen Aufgaben zuteilen, die die Gruppe der Lösung des Mordes allerdings nicht näherbrachten.
Am Abend gab es noch Programm mit einem Zauberkünstler, bevor es wieder in die VIP-Area und dann zum Abendgebet ging.
Der Tag, der wohl am meisten in Erinnerung geblieben ist, ist wohl der Sonntag. Er startete morgens mit dem Bibelfrühstück, bei dem sich die Mitarbeitenden mi den Konfis über den Bibeltext der Alten Witwe unterhalten haben, und dem Gottesdienst eher ruhig. Doch nach den Workshops wurde es aufregender. Denn es sind wieder alle 120 Konfis und die Gemeindemitarbeitenden zusammen gekommen um „Dreh das Ding“ zu spielen.
Das war allerdings immer noch nicht der Höhepunkt. Denn nach dem Abendessen gab es einen Programmpunkt, der „Celebration“ genannt wurde. Das Ganze startete mit einem Anspiel der Emmaus-Geschichte und der Band, und danach wurde gefeiert, dass Jesus auferstanden ist. Auch die VIP-Area wurde dafür verlegt und der DJ hat mit bekannten Liedern für gute Stimmung gesorgt.
Nach dieser Party wurden es zum gemeinsamen Abendgebet noch etwas ruhiger, bevor alle wieder auf ihre Zimmer und vielleicht auch schlafen gingen. Denn am nächsten Tag ging es um viertel nach sieben schon mit dem Wecken los, damit auch alle noch in Ruhe packen können. Nach dem Frühstück ging es wieder in die einzelnen Gemeinden, um das Wochenende noch einmal Revue passieren zu lassen. Dabei stellte sich heraus, dass unsere Konfis sich während der Zeit auf der Burg ganz gut mit den Emtmannsbergern angefreundet hatten und nach der Konfirmation gerne mit ihnen noch eine „Celebration“ feiern würden.
Darauf gab es eine weitere PowerHour, in der Beispiele genannt wurden, wie man auch im Alltag – ohne die Mitarbeiter des KonfiCastle – Glaube leben kann. Bevor wir uns leider alle wieder voneinander verabschieden mussten.